Netzwerk Flüchtlingsinitiativen

Angelika Kell moderiert Netzwerktreffen mit zahlreichen Teilnehmern in der VHS
Wir unterstützen Initiativen in dem Bemühen, sich durch Vernetzung und Kooperationen gemeinsam besser für die Integration Geflüchteter zu engagieren.

Im Rahmen des Forum Bürgerstadt Leipzig laden wir seit Ende 2016 Akteure der Flüchtlingshilfe zur Zusammenarbeit ein. Wir engagieren uns als Stiftung in der Netzwerkarbeit, weil wir den Eindruck haben, dass es nötig ist: Hilfe ist dann besonders wirksam, wenn sie sich am tatsächlichen Bedarf und der Lebenslage Geflüchteter orientiert.

Wer sich in diesem Bereich umschaut, merkt schnell: Noch holpert es an den Übergängen, noch fehlt es an Kooperationen und noch ist so manches nicht sonderlich gut organisiert. Wir wollen zu dieser Aufgabe, die eine langfristige, komplexe und zukunftsweisende ist, unseren Beitrag leisten. Wir wollen herausfinden, wo dringender Handlungsbedarf besteht und wo man mit innovativen, modellhaften Lösungen mit Unterstützung der Zivilgesellschaft akute Fragen nachhaltig lösen  könnte.

Im Ergebnis der Netzwerktreffen entstanden konkrete Projekte wie der Wegweiser Flüchtlingshilfe, die Übertragung von Afeefa.de von Dresden nach Leipzig, die Arbeit an passfähigen Bildungsangeboten für Geflüchtete, wissenschaftliche Recherchen etc. Wir wollen nicht nur reden, sondern konkrete Veränderung bewirken. 

Hintergrund

In Leipzig leben rund 11.000 Geflüchtete. Wir hören oft: das Engagement für Geflüchtete ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Richtig. Und dazu braucht es verlässliche staatliche Angebote ebenso wie ehrenamtliches Engagement aus allen Schichten der Zivilgesellschaft. Die ist unverzichtbar, um Geflüchtete dabei zu unterstützen, für sich eine individuelle Perspektive in Leipzig zu finden.

Für die Ehrenamtliche Arbeit ist andererseits nötig, dass sich staatliche Strukturen ihren Pflichtaufgaben stellen und sich diesen nicht mit Verweis darauf entziehen, dass Ehrenamtliche das "viel besser" könnten. Nein: Geflüchtete sind nicht Menschen zweiter Klasse. Es ist eine humanitäre Aufgabe höchster Priorität - und im übrigen im Eigeninteresse der Stadtgesellschaft - dass Geflüchtete in Leipzig sicher leben und für sich eine eigenständige Lebensperspektive entwickeln können.

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